Warum KI-Inhalte an Wert verlieren, und wie ein Mensch ihn zurückholt
Nicht das Werkzeug entscheidet über den Wert eines Inhalts, sondern die Denkleistung dahinter. Ein Bewertungsschema für die Ära der Kennzeichnungspflicht.
Wer heute Inhalte mit KI erstellt und das verschweigt, handelt betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Im Bain Media Consumption Survey vom Mai 2025 lehnen 44 Prozent der Befragten KI-generierte Bücher vollständig ab, bei Nachrichten sind es 32 Prozent.¹ Über alle Medienformate hinweg geben nur rund 6 bis 16 Prozent an, dass sie KI-Inhalte eher oder sehr wahrscheinlich nutzen würden. Die Mehrheit reagiert neutral bis ablehnend. Wer also KI nutzt und das offenlegt, fürchtet die Abwertung seines Produkts, und diese Furcht beruht auf einer korrekten Marktbeobachtung. Der Reflex, die Maschine zu verbergen, ist verständlich. Er kostet dennoch genau den Wert, den er schützen soll. Denn er beantwortet die falsche Frage. Es geht nicht darum, ob KI im Spiel war, sondern an welcher Stelle ein Mensch denkt.
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